In den letzten Tagen war ich tief in Sorge um meinen Sohn. So sehr, dass ich zu meinem Mann gesagt habe: „Ich fühle mich wie gefangen in meiner Sorge.“
Und vielleicht kennst Du genau dieses Gefühl – dieses Gedankenkreisen, dieses „Was wäre, wenn …“, dieses innere Kontrollieren-Wollen, obwohl Du weißt, dass Du nicht alles kontrollieren kannst.
In dieser Folge spreche ich darüber, was wirklich hinter unseren Sorgen steckt – besonders als Mama.
Denn Sorgen machen ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein uraltes Überlebensprogramm in unserem Gehirn.
Wenn wir uns sorgen, ist das sogenannte Default Mode Network aktiv – wir sind in der Zukunft, nicht im Hier und Jetzt. Unsere Amygdala springt an, unser Körper reagiert, als wäre die Gefahr real. Unser System versucht, durch Kontrolle wieder Sicherheit herzustellen. Und oft merken wir gar nicht, dass unter der Sorge eigentlich Hilflosigkeit, Ohnmacht oder tiefe Unsicherheit liegen.
Gerade wir Mütter tragen häufig so viel Verantwortung, sind so nah dran an Schule, Arztterminen, Herausforderungen unserer Kinder – und damit auch an all den möglichen Risiken. Kein Wunder, dass unser System wachsam ist.